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Wiedeking: Keine asiatischen Verhältnisse Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat sein Unverständnis
über die von Wirtschaftsmanagern vertretene These geäußert,
Arbeitsplätze seien in Deutschland zu teuer,
neue könnten nur noch im Ausland entstehen. Wer behaupte, der
Standort Deutschland könne seine Spitzenposition im globalen
Wettbewerb durch Lohn- und Sozialdumping absichern, befände
sich ganz bestimmt auf dem Holzweg, sagte Wiedeking vor Abgeordneten
des baden-württembergischen Landtags in Stuttgart. GeldRadar - Clever investieren Tipps
und Tricks - Geld sparen im Alltag Job-Export
subventioniert "Es ist wenig sinnvoll, ja geradezu
der Gipfel des Unsinns, wenn man in Zeiten, in denen mehr als fünf
Millionen Menschen als Arbeitslose in Deutschland registriert sind,
den Job-Export auch noch aus dem deutschen Steuertopf subventioniert",
sagte der Porsche-Chef. Fehler im System
Was anderes sei es denn, wenn Unternehmen bei Standortverlagerungen
ins Ausland die Kosten für die Planung der Investition, den
Transfer der Arbeitsplätze, die Verwaltung und die Finanzierung
des Tochterunternehmens voll steuerlich geltend machen können?
"Und wieso zahlt die EU Zuschüsse für Firmenansiedlungen
in den Beitrittsländern - übrigens auch mit den deutschen
Beiträgen in die EU-Kasse - die den osteuropäischen Regierungen
dann dazu dienen, Firmen aus Westeuropa mit besonders niedrigen
Steuersätzen anzulocken?" Nach Auffassung von Wiedeking
sollte die Bundesrepublik die Milliarden Euro, die dort ausgegeben
werden, besser dazu verwenden, die einheimischen Unternehmen wettbewerbsfähiger
zu machen, etwa durch Steuersenkungen. All dies sei der Fehler im
System, und nicht die hohen deutschen Lohnkosten, sagte Wiedeking.
"Geiz-ist-geil-Mentalität"
"Die Lohnkosten sind wirklich nicht das eigentliche Problem
in Deutschland." Als Beispiel könne Porsche gelten. Das
Stammwerk stehe im Herzen des Hochlohnlandes Deutschland.
Trotzdem sei Porsche weltweit erfolgreich unterwegs. "Ich sage
ihnen: Wir verarmen, wenn wir asiatisch werden wollen", so
Wiedeking weiter. Chinesische Lohnkosten wären volkswirtschaftlicher
Unsinn. Mit welchem Geld solle dann der deutsche Arbeitnehmer konsumieren?
Wiedeking betonte: "Nein, diese ganze Geiz-ist-geil-Mentalität
ist doch das eigentliche Problem." Keine
"baden-württembergischen Krankheit"
Von einer "baden-württembergischen Krankheit" wie
sie noch im Sommer vergangenen Jahres mit Blick auf das hiesige
Lohnniveau diagnostiziert wurde, verspüre Porsche herzlich
wenig, sagte Wiedeking. Der frühere Mercedes-Chef Jürgen
Hubbert, hatte diese Feststellung getroffen. FDP-Vize Andreas
Pinkwart legte unterdessen noch einmal nach. Die
Gewerkschaften trügen „den größten Teil
der Verantwortung dafür, dass die Arbeitslosigkeit auf Rekordhöhe
geklettert ist", sagte er dem „Reutlinger General-Anzeiger“.
Er habe „nichts dagegen einzuwenden", dass Westerwelle die
Gewerkschaftsfunktionäre eine „Plage“ genannt
habe. Elektronische
Fußfesseln für Arbeitslose
Elektronische Fußfessel für Straftäter:
Bald auch für Arbeitslose und Suchtkranke?
Für Empörung hat ein Vorschlag des hessischen
Justizministers Christean Wagner gesorgt: Der
CDU-Politiker fordert Fußfesseln für
Langzeitarbeitslose und therapierte Suchtkranken. Eine
entsprechende Pressemitteilung vom 10. März ist auf der Website
des hessischen Justizministeriums nachzulesen. Der Minister ruderte
daraufhin am Mittwochabend zurück. Jackpot
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"Hohe Selbstdisziplin" Die vor
fast fünf Jahren in Hessen als Modellprojekt eingeführte
elektronische Fußfessel zur "engmaschigen
Überwachung von Straftätern" habe sich "gut
bewährt", heißt es in der Mitteilung, die der
Minister anlässlich des Auftritts der hessischen Landesregierung
auf der Cebit 2005 herausgab. "Die Fußfesselträger
werden zu einer für ihre Verhältnisse hohen Selbstdisziplin
und zur Erfüllung des ihnen vorgegebenen Tagesplan angehalten."
Wenn einzelne Unternehmenspersönlichkeiten
öffentlich verurteilt werden, muss man sich nicht wundern,
wenn irgendwelche Verrückten schließlich RAF spielen
Private Investoren werden sich abwenden, wenn sie den Eindruck
gewinnen, quasi unter Generalverdacht zu stehen - mit allen negativen
Konsequenzen für unser Land "Hilfe
zur Selbsthilfe" Daraus zieht das Ministerium
den Schluss, die Fußfessel biete
" damit auch Langzeitarbeitslosen und
therapierten Suchtkranken die Chance,
zu einem geregelten Tagesablauf zurückzukehren und in ein Arbeitsverhältnis vermittelt zu werden."
Viele Probanden hätten es verlernt, nach der Uhr zu leben,
und gefährdeten damit gerade ihren Arbeitsplatz oder ihre Ausbildungsstelle. Die Überwachung mit der elektronischen
Fußfessel könne eine "wichtige Hilfe zur Selbsthilfe"
leisten. "Irre Idee eines kranken Ministers"
"Es handelt sich um die irre Idee eines kranken Ministers,"
zitiert die "Bild"-Zeitung SPD-Arbeitsmarktexperte Peter
Dreßen. "Es verbietet sich, über so etwas im Zusammenhang
mit Arbeitslosen überhaupt nachzudenken." Das sei ja "wie
Zwangsarbeit mit elektronischer Fußfessel," habe Grünen-Wirtschaftsexperte
Werner Schulz zu dem Vorschlag gesagt. "Ein Justizminister,
der Arbeitslose so übel diskriminiert und wie Aussätzige
behandelt, ist untragbar." Ministerpräsident Koch
müsse den Minister schleunigst zur Ordnung
rufen. Derzeit werde
wie leider oft in Deutschland statt mit dem Florett von Sachargumenten
mit dem Säbel von hohlen Phrasen, Schlagworten und pauschalen
Anschuldigungen gekämpft
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